Was brauche ich?

Ein wenig Zeit - aber regelmäßig

Während von Mitte November bis März lediglich hin und wieder eine Kontrolle der Beute von außen sinnvoll ist, bedarf es von April bis Juni regelmäßig einmal die Woche einer konsequenten Schwarm- kontrolle von nur 5 bis 30 Minuten pro Volk. Von April bis November kommen noch diverse Tätigkeiten, wie z.B. die Völkervermehrung, Honig schleudern und Varroa Behandlung, hinzu. Alles im allem ist der Aufwand am Volk recht überschaubar, auch wenn alles für den Anfänger ein wenig länger dauert. Die meiste Zeit kostet wohl insgesamt die Honigverarbeitung.



Einen Stellplatz - der heimische Garten reicht

Als Stellplatz ist nicht unbedingt ein Feld-, Wald- oder Wiesen-grundstück notwendig. Es kommt auch fast jeder Hausgarten in Frage. Rein rechtlich ist lediglich der An- und Abflugbereich des Volkes so zu wählen, daß Nachbarn und Passanten nicht gestört werden. Eine zwei Meter hohe Begrenzungsbepflanzung reicht aus, um den Abflug der Bienen direkt in die Höhe zu lenken. Wenn in der Nähe eine für Bienen geeignete Wasserstelle zu finden ist, wäre dies optimal. Ansonsten sollte für eine künstliche Wasseraufnahmestelle gesorgt werden.



Material - leider nicht ganz billig

Nicht all das für die Imkerei nützliche Material muß auch gleich erworben werden. Schleuder, Entdeckelungs- geschirr und Mittelwandgießform werden häufig vom Verein oder Imkerkollegen zur Verfügung gestellt. Manches ist zwar hilfreich aber nicht unbedingt notwendig.

Ein Imker beginnt meist mit 1 bis 2 Völkern. Pro Volk wird eine lasierte Magazinbeute benötigt. Beuten gibt es in unterschiedlichen Abmessungen und Ausführungen. In unserem Verein kommt zumeist die „Hohenheimer Beute“ mit „modifizierten Zanderrähmchen“ zum Einsatz. Eine Beute besteht aus mindestens 3, bei gutem Nektareintrag auch 4 Zargen:



  Beute   ca. 150,- €

  • 1 hoher Wanderboden mit Fluglocheinengung und Varroaschieber
  • 3 Zargen (Wandstärke ab 20mm)
  • 30 Rähmchen
  • 1 Metallabsperrgitter in Holzrahmen
  • 1 Zwischenboden mit Flugloch
  • 1 Zwischenboden mit Bienenflucht
  • 1 Folie
  • 1 Holzdeckel gedämmt
  • 1 Metalldeckel
  • 2kg Mittelwände aus rückstandsfreiem Wachs

Ein Anfänger sollte immer mit neuem rückstandsfreiem zertifizierten Wachs beginnen. Ein Kilogramm Mittelwände kostet ca. 10,- €. Niemals sollte Wachs von anderen Imkern in den eigenen Wachskreislauf eingebracht werden, um auf diese Weise Rückstände im Wachs weitgehend zu vermeiden. Bei fremdem Wachs könnten diverse Rückstände aus nicht biologischen Varroa Behandlungsmitteln und sonstigen Chemikalien enthalten sein, die im Wachs und damit auch im Honig absolut nichts zu suchen haben.


Weitherhin benötigt der Imker noch einige wenige unerläßliche Werkzeuge am Bienenvolk.



  Werkzeug   ca. 170,- €

  • Schleier
  • Raucher
  • Wasserzerstäuber
  • Abkehrbesen
  • Stockmeisel
  • Zusetzkäfig (Iltis)
  • Abfangkäfig
  • Säureschutzhandschuhe
  • Schutzbrille
  • Feederzugwaage
  • Trafo / 12V Universalnetzteil

Die teuersten Anschaffungen stehen für die Honigernte an, wobei man sich als Anfänger auch einige Gerätschaften vom Verein oder Imkerkollegen ausleihen kann.



  • Refraktometer ( ab 60,- € )
  • Honigeimer - Hobbock 25kg ( ab 5,- € )
  • Honigschaber ( ab 1,- € )
  • Entdeckelungsgeschirr mit Tropfblech ( ab 100,- € )
  • Entdeckelungsgabel ( 10,- € )
  • Abfüllkanne ( ab 75,- € )
  • Honigschleuder ( ab 400,- € )
  • Wärmeschrank oder Honig-Tauchsieder oder temperaturgeregelter
    Einkochtopf ( ab 100,- € )
  • Hand-Honigrührer oder Rührstab für Rührmaschine ( ab 30,- € )
  • Grob- und Feinsieb ( ab 30,- € )
  • Honiggläser, Deckeleinlage, Deckel