Presse



Bienen lieben Bio

10.07.2012, Strömung 02/2012, Kreiswerke Main-Kinzig


Ihr Garten - ein Blütenmeer. Wie gefällt Ihnen der Gedanke? Hunderte bunte Blumen und blühende Pflanzen könnten rund um Ihr Haus gedeihen. Das sieht toll aus und dient dem Artenschutz. Ganz ohne Mühe funktioniert das zwar nicht. Aber mit etwas Aufwand bekommen Sie das hin, Bienen, Hummeln und Schmetterlinge werden Ihnen dankbar sein.

Diesen Insekten geht es nämlich zunehmend schlecht. „Die intensive Landwirtschaft mit ihren Monokulturen führt dazu, dass sie immer weniger Nahrung finden", erklärt Alfred Herms vom Imkerverein Nidderau-Schöneck. Faltern, Wildbienen und Hummeln fehlt schlicht die Blütenvielfalt, die ihr Überleben sichert. „Wenn die Raps- und Obstblüte vorbei ist, kommt nicht mehr viel hinterher", bedauert der Imker.

Längst hat er registriert, dass Bienen, Hummeln und Schmetterlinge immer seltener werden. Alfred Herms weiß aber auch, dass jeder etwas tun kann, um der Insektenwelt zu helfen. Sein Verein hält Kontakt zum Netzwerk Blühende Landschaft, das sich für die Artenvielfalt engagiert. „Bienen lieben Bio" heißt die Kampagne, mit der die Gruppe zusammen mit dem niederländischen Bio-Lebensmittel-Großhändler Eosta 400.000 Quadratmeter neue Bienenweiden schaffen will.

Um die Blütenflächen entstehen zu lassen, wurden bereits 400.000 Päckchen mit Saatgut kostenlos in Biomärkten und Reformhäusern verteilt - jedes Tütchen steht für einen Quadratmeter. Jeder kann im Kleinen etwas dazu beitragen, den Lebensraum von Insekten zu erhalten", betont der Landschaftsökologe des Netzwerks, Holger Loritz: „Ob auf dem Balkon oder im Garten, überall kann eine blühende Landschaft geschaffen werden, in der Menschen und Tiere sich wohlfühlen." Und das funktioniert eigentlich ganz einfach: Imker Alfred Herms empfiehlt, im Garten Stauden, mehrjährige Blumen sowie Küchenkräuter wie Rosmarin, Salbei oder Pfefferminze zu setzen. Wer keinen Garten hat, soll einfach Pflanzschalen auf Fensterbänke und Balkon stellen. Alfred Herms appelliert auch an die Kommunen: „Sie könnten das Saatgut beispielsweise auf Verkehrskreiseln aufbringen." So können wertvolle Flächen mit großer Blütenvielfalt entstehen. „Das hilft den Insekten, ist ein herrlicher Anblick und verringert den Pflegeaufwand", betont der Imker.

Interessante Internet-Links:
www.imkeronline.de/Bienenweide.html
www.bluehende-landschaft.de

Kundenmagazin der Kreiswerke Main-Kinzig (5 MB)
Pressebericht im PDF Format



zurück Pressebericht 9 von 36 weiter

Zur Übersicht Back Top